Für deine Teilnahme am Friedensfest benötigt es deine Anmeldung in schriftlicher Form über das unten stehende Anmeldeformular, sowie deine Überweisung von 380,- Euro auf das Vereinskonto von Erwachte Weiblichkeit e. V.
IBAN: DE94430609674084834802
BIC: GENODEM1GLS
Betreff: FFF2026 & deine Emailadresse*
Mit deiner frühzeitigen Anmeldung gibst du uns neben einem wohligen Gefühl auch Planungssicherheit.
Wenn du dich schon vor dem 30. Januar 2026 für deine Teilnahme entscheidest, kannst du den Frühbucherpreis von 330.- Euro nutzen.
Im Ticketpreis enthalten:
Nutzung der Seminarräume des Vogelhofes
Bio-Verpflegung (Mittag- und Abendessen pro Tag) am Vogelhof
Eintritt in die Schelklinger Höhle
Druckkosten für Flyer
Unterbringung und Fahrtkosten für das Kernteam
Nicht enthalten im Ticketpreis sind:
Honorare für das Kernteam (dafür vor Ort das Schenk-Ritual - Info weiter unten zum "friedvollen Preiskonzept)
deine Unterbringung im Vogelhof (wahlweise mit Frühstück)
Die Zimmerbuchung am Vogelhof ist ab Anfang Februar möglich: www.vogelhof.org
⟶ ausführliche Infos zur Unterkunft und zur Verpflegung hier.
*die Angabe der Emailadresse ist essenziell für die Zuordnung deiner Anmeldung. Bitte vergiß nicht, diese im Betreff deiner Überweisung anzugeben.
Wir gehen mit Frauen Feiern Frieden erste Schritte in Richtung von "friedvoller Finanzierung" durch ein solidarisches, fürsorgliches Preiskonzept: Wer weniger hat, zahlt weniger & wer mehr hat, kann mehr geben. So versuchen wir, Wirtschaften und Fürsorge zusammenzubringen und eine neue, friedvolle Haltung zu Geld zu kultivieren.
Es geht um gelebte Solidarität - auch wenn das zuerst noch ungewöhnlich sein mag.
Wir möchten neue Wege beschreiten. Dafür das SCHENK-RITUAL - auch bekannt als Beitragsrunde oder Bietrunde, wie bereits gelebt in SoLawis, und inzwischen vielen weiteren Organisationen, die eine solidarische Haltung zu Geld praktizieren.
Die neuen Wege funktionieren nicht nur, sie verleihen auch ein wundervolles Gefühl von Verbundenheit und Wohlgefühl - wie wir bei Frauen Feiern Frieden 2025 erfahren durften.
Zum Ablauf und philosphischen Hintergrund des SCHENK-RITUALS teilen wir nun einen Text von Heike Pourian, die mit ihrem Team diese neue inspirierende Art des Wirtschaftens sehr konsequent an ihrem Lern- und Forschungsraum WEGWARTE für wahrnehmende Gesellschaftsgestaltung und fürsorgendes Wirtschaften praktiziert.
(nach Heike Pourian)
Wir wünschen uns, dass wir uns gemeinsam darin üben, wirtschaftlich andere Wege zu beschreiten. Statt einen festgelegten Preis zu bezahlen, tragt bitte alle soviel bei, wie euch gut möglich ist. Das Geld kommt während des Seminars über eine BEITRAGSRUNDE zusammen.
Manchen erscheint das umständlich, herausfordernd und/oder unnötig zeitaufwändig. Hier sind ein paar Informationen, um den Ablauf zu beschreiben und zu erklären worauf es uns dabei ankommt. Anders mit Geld umgehen:
Wenn es in Seminaren um Wandel geht, möchten wir nicht nur darüber reden, sondern diesen auch real praktizieren. Zum einen ist eine Bietrunde gelebte Solidarität: Die Single-Oberstudienrätin hat ganz andere finanzielle Möglichkeiten als der alleinerziehende Bürgergeld-Empänger. Somit macht es im egalitären Denken keinen Sinn, dass beide das Gleiche bezahlen.
Es geht um eine umfassende Haltungsänderung: Wir machen uns bewusst, dass Geld nicht naturgegeben, sondern menschengemacht ist. Es ist eine Geschichte, die wir uns erzählen, eine Vereinbarung – mehr nicht. Also können wir spielerisch damit umgehen.
Was geschieht, wenn wir die gängige Praxis von Geld als Gegenwert für in Anspruch genommene Leistung (also die Tauschlogik) über Bord werfen?
Was ändert sich, wenn wir stattdessen Geld geben, um Dinge möglich zu machen, die wir wichtig finden? Wenn ich einen Preis bezahle, bin ich Konsument:in. Wenn ich etwas beitrage, übernehme ich Mitverantwortung für das Gelingen.
Viele Vordenker:innen der ökonomischen Transformation stellen fest, dass Geld die Wirkung haben kann, Beziehungen zwischen Menschen zu kappen. Wir zahlen Geld für etwas und wollen damit quitt sein. Das kann sehr praktisch sein, aber auch einsam machen, denn wir leugnen damit die Tatsache, dass wir Menschen einander brauchen, ja, dass jedes Leben anderes Leben braucht, um leben zu können.
Wenn wir versuchen, anders mit Geld umzugehen, verlangt uns das eine bewusste Entscheidung und den Abschied von gewohnten Denkmustern ab. Wir sind alle so gepolt, dass wir gern möglichst billig wegkommen wollen. Das haben wir so gelernt. Kapitalistisches Denken legt uns nahe: „Achte auf deinen eigenen Vorteil!“ Daher wird Gib was du kannst schnell missverstanden als Ist umsonst. Logisch, wir denken als erstes: „Cool, da kann ich viel bekommen und wenig geben – Schnäppchen!“ Menschen, die Veranstaltungen gegen Spende anbieten, zahlen deshalb häufig drauf, sind frustriert, fühlen sich ausgebeutet. Daher gibt es hier so viel Text.
Eine Veränderung braucht viel Erklärung, weil nichts mehr selbst-verständlich ist. Ohne genaues Hingucken reproduzieren wir alte Muster im neuen Kleid. Wenn wir etwas anders machen wollen ist es wichtig, unser Gewordensein dabeizuhaben: „Aha, so bin ich geprägt.“
Hinzu kommt: Geld ist immer noch ein Tabuthema. Die ungewohnte Transparenz damit kann allerlei Emotionen hervorrufen. Wie soll ich denn entscheiden, wie viel ich geben mag? Woher soll ich denn wissen, ob ich im Vergleich zu den anderen hier Anwesenden eher viel oder eher wenig Geld habe? All das wird Raum haben.
Wie geht das ganz praktisch?
Ablauf einer Beitragsrunde:
Es mag alles umständlich, kompliziert und anstrengend klingen, ist aber in der Umsetzung ganz einfach – eben nur anders als gewohnt. So geht’s:
Das geht übrigens auch umgekehrt: Wir als Team werden in einem ähnlichen Prozess das zu uns geflossene Geld unter uns verteilen – nach Bedarf, sowie nach geleisteter Arbeit. Dies beinhaltet dann unsere Honorarwünsche, bzw. Notwendigkeiten, die bei jeder Frau unterschiedlich sein können.
Im Anschluss kannst du zudem ganz nach deinen Möglichkeiten und der Dankbarkeit über das Erlebte, noch einen weiteren Betrag in den großen Topf geben.

Diese Erfahrung, dieses Experiment, wagen wir beim Friedensfest. Auch wieder in 2026.
Das bedeutet, dass wir jeder Frau das Ticket für 380,-€ anbieten.
Dieser Betrag deckt die kalkulierten Fixkosten und beinhaltet:
Kosten für 4 Tage Seminarraum, 2 warme vegetarische Bio-Mahlzeiten und Getränke täglich, Eintritt in die Schelklinger Höhle, die bisherigen Kosten für die Website, Flyer-Druck, Fahrtkosten und Unterbringung des Kernteams.
Je nach Anzahl der Anmeldungen können wir davon vermutlich auch noch die Unterkunft und Verpflegung weiterer Teamfrauen bezahlen.
Das Honorare für unsere Arbeit sind in diesem Basispreis noch nicht enthalten. Dafür wird es vor Ort das Schenk-Ritual geben.
Wenn du das Friedensfest & unser Engagement für den Frieden und für eine fürsorglichere Welt schon jetzt unterstützen magst, kannst du uns (gegen Spendenbescheinigung) eine Spende zukommen lassen.
Das Bemühen um Spenden ist Teil der friedvollen Finanzierung - es ermöglicht Niedrigverdienern, auch teilnehmen und am Friedensnetz mit weben zu können.
Hier findest du alle relevanten Informationen für eine Spende:
www.frauenfeiernfrieden.de/spenden
Wir freuen uns darauf, gemeinsam neue Wege zu gehen.
Fühle dich eingeladen, diese Erfahrung mit uns zu machen.
Dein Orga-Team ♥